Erstbegehung "Birssau"

Einstieg über Grossbasler Rheinufer nähe Birsköpfli. Dann heikler Quergang durch Cervelatausdünstungen an Bierhenkeln zu Stand am Eisstand… Tief durchatmen, konzentrieren, dann voll dynamisch Sprung in grosses Loch (meistens leider Nass), in diesem verweilen, schütteln bis Johanniterbrücke. Dann genussvoller Ausstieg und ab zum wohlverdienten Bierchen in der Cargobar.

Falkenfluh

Gestern hab ich in der Falkenfluh ein vergessenes Juwel entdeckt. “Baum der Erkenntnis” geht links von “Pi(a)zza Grande” hoch: nach einer etwas luftig gesicherten Einstiegspassage fängt ein abschüssiger und anstrengender Rechtsquergang an, der schliesslich in die kräftige Crux führt. Ein Dessertkreuzzug vom besten beendet diese Crux und führt in die angenehm leichten letzten Züge …
Rechts daneben blitzen nagelneue Haken! – ich finde schliesslich heraus, dass es sich um eine neue 7b handeln soll – von Z. Heizmann. Den Namen finde ich leider nicht heraus – es soll sich aber um tolle Kletterei handeln – so siehts auch aus!!
Und was läuft sonst so?
In der Tüflete ist letzte Woche auch mein ungefähr 68ter Versuch in “Rien sans Soleil” abgewimmelt worden – diese unspektakuläre blöde Saumadenroute wird zu meinem Waterloo!

Da die maxsche Kreation “Zebrakante” im Pelzi von Killerameisen als Strasse benutzt wird, musste ich auf die gegenüberliegende Kante “Imago Spurie” ausweichen. Eine fricksche Linie durch eine überhängende Kante! Nachdem mir ungefähr die Menge M=(0.5 Kühlschrank) Steine ausgebrochen sind und ich das tiefe Tal der Frustration durchschritten habe, habe ich endlich eine ganz feine Lösung gefunden: ein superheikler Riesendyno aus einer ganz absurden Position heraus! Im Durchstieg sind aber bisher alle meine Versuche gescheitert. Ich schätze mindestens 7c – eher 7c+ (?!) Ich warte gespannt auf die Kommentare weiterer Anwärter – zum ausräumen gibts jetzt auf jeden fall nicht mehr viel…

Hochsommer am Balmchopf

Plitschnass und mit dicken Beinen wie die wackeren Giro d`Italia Radler steigen Kleibi und ich von den Velos. Die Felsen glühen in der Sonne!
Nach einem langen und schweisstreibenden, tropfenden Kampf kann ich dann aber doch die Umlenkung von Pil-Pil zufrieden einschnappen lassen. Weite, zum Teil recht komplizierte Züge und eine recht luftige Absicherung machen die Kletterei durch diese wahrlich perfekte Felsmauer zu einem richtigen Erlebnis. Der ehrliche Aspirant lässt selbstverständlich die Finger von der lockenden Wand zu seiner Linken – auch wenn sie ihn manchmal anlacht…

Später entdecken wir noch Volley – eine unbekannte Spitzenlinie mit ganz verzwickten Zügen – ich würde eher von einer 7b reden als von einer 7a+ – aber richtig gut!

Chicken Jack und Eskimo in Oslo

Der gestrige Märchenhafte Tüfletenfrühlingsabend liess nicht nur die vergnügten Sommervögel heller singen – nein! Es wurde auch frisch geriegelt: Der grosse Allroundalpinist Mark klettert den kleingriffigen Fingerkiller Chicken Jack – mit einem eindrücklichen Endkampf über die aalglatte grifflose Kante ins flache Gelände.
Mir gelingt eine Begehung von Eskimo in Oslo mit einer interessanten, vermutlich neuen Dynolösung. Die Züge unter der grossen Schuppe sind einmalig genial und suchen im gesamten Alpenraum ihresgleichen… vielleicht der ausgesetzte Mittelteil in der Grosshorn N-Wand?

Neue Route an der Falke

Eben grad hat Reto die Route Lieber stark als sexy an der Falkenfluh erstbegangen. Sie befindet sich links von Now, wait for last year im Höfli und wartet mit einer knackigen Boulderschlüsselstelle in bestem Fels auf. Bewertungsvorschlag: SS++, SS bei sehr positivem Affenindex, dass heisst “so ca. 8b+, mit langen Armen vielleicht leichter”, wie der Märchenschachweltmeister verlauten liess. Kongrulation,

Megagrip am Pelzli

Die mega guten Verhältnisse am Pelzli haben ihren Teil dazu beigetragen, dass ich schnell Kill of Rouge abzocken konnte. Anna hatten die Gewissensbisse gepackt. Völlig zu unrecht meiner Meinung nach, dachte sie es wäre zu frech, dieses Rüteli schnell an einem Tag abzuknipsen, deshalb hat sie nach mega gut gelungenem Start, ganz oben, noch schnell ein Griff losgelassen. Mega schad! Aber auch nicht so schlimm, jetzt geht sie halt nächste Woche nochmal schnell vorbei…

überigens auch der Nachwuchs macht auf sich aufmerksam: Luca hat sich heute mit dem Einstiegsboulder zu seinem Projekt dem grossen Dach neben dem Mäteli beschäftigt. Sah richtig souverän aus, ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der kleine Mann gross in die BJ-Geschichte eingeht.

Traversieren…

..im Frühling ist toll. So geschehen z.B. heute an der Tüfleten. Einstieg: Preussriss. Stand 1. Dann Querung knapp oberhalb des Shogun, vorbei an der Umlenkung von Bärni bis zum Stand der Etternellen. Stand 2. Abklettern, heikle Querung der Spielwiesenplatte bis zum Mittelstand vom Rosengarten. Stand 3. Nächste Seillänge über die Töndertraverse. Stand 4. Ein Stückerl abklettern, ums Eck und absteigend nach rechts traversieren bis in die Seidenstrumpfplatte. Stand 5 (beim pausierenden Steuerzahler mit grünem Seil). Als Zückerli noch “Zwischen Mondbein und Erbsenbein”. Stand 6… Wann kann man endlich an die Wendenstöckerl

Frühling…

…da isser ja endlich. Und am letzten Apriltag diesen Jahres war er besonders schön an der Tüfleten mit Kaffeemaschine. Drei neue Freikletterrouten gibts dort, natürlich alles Sanierungen von alten Technoklassikern: Links von “Wolke 7” der “Harrassenlauf” (S), dann unterhalb der Teufelswand den “Kleinen Teufel” (WS) und durch ebendiese die “Variante Teufelswand” (S-) der Route “Astra Eck”. Besonders letztere ist SCHWER zu empfehlen, komplett natürlich und so schöne Züge hätte nicht mal Mike im B2 hinbekommen…

Tüflete

am diestag waren wahrhaftig super bedingungen an der tüflete; da hatten auch die modis gute chancen! judith kletterte souverän pazifer, da hatte ich mich nicht mehr dafür loszulassen. ich ignorierte den tümpel in dem riss und liess diesmal auch am letzten griff der venusfalle nicht mehr los… ob es diesen frühling da nochmals so super klebt?!?!? viel glück und spass am tüfi!