Winter is coming

Die Polyesterfraktion schlüpft durch die sich schliessende Türe und lässt das Kässeli nochmals klingen. Talentmade Yves nutzt das besten Ravage-Jahr seit langem (seit immer?) wogegen Jungmade Philipp Geisenhoff durch den ersten Teil von Shogun zieht. Ob man hier schon über eine mögliche Begehung der Gesamtlinie spekulieren darf?

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Born to be wild und Étoile du Désir

Letzten Donnerstag war es soweit: René hat Born weggehämmert. Obwohl ihm das Türli sehr wohl den einen oder anderen Versuch und Nerv gekostet hat, hat er es an besagtem Donnerstag im dritten Tagesversuch mit einer wahrhaft frechen Leichtigkeit hochgeklettert, sodass in der Szene ungeduldig und etwas angespannt auf seine erste 8a gewettet wird. Bereits müde von drei gescheiterten Versuchen im Étoile du Désir und eigentlich fertig mit dem Tag, bin ich durch Renés Erfolg so aufgewühlt, dass ich mich tatsächlich noch durch die brachialen 18 steilen Züge hochbrüllen kann. Da ich den Seitgriff oberhalb der ersten Umlenkung grossflächig abgerissen habe vor eineigen Tagen, ist die Tour zwar deutlich besser und schöner, aber nicht einfacher geworden und dürfte so bei 8a+ einchecken. So geht für uns ein unvergesslicher Herbsttag zu Ende. Das Licht der letzten Sonnenstrahlen taucht die Felsen in ein magisches rot und das Laub raschelt fröhlich beim herunterlaufen in den bereits dunklen Wald.

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Die Unsinnige

Gestern blies der Wind in Welschenrohr. Die Leiterli standen zeitweise waagrecht. Dann kam auf einmal die Sonne und warf dieses HD-Licht auf die Leinwand namens Glatti Flue, auf welcher Gabor und ich die Protagonisten waren. Und zwar im lange angekündigten Versprechen:  “Die Unsinnige – Eine Reise durch das W-Wändli”.
Die Neutour entspricht ganz dem hier wuchernden Geist sinnvoller und weniger sinnvoller Kombis: Man aidet “Die Unmögliche” bis zum letzten Stand. Von dort lässt man sich wieder 25 Meter ab und macht einen sauberen King-Swing bis unters Wappen, wo man einen Plumbumm-Stand erreicht. Sieht zunächst locker aus, ABER: der Nose-King-Swing ist tatsächlich Pipi dagegen… Möglicherweise legt man am W-Wändli eine weniger grosse horizontale Distanz zurück (es wurde noch nicht vermessen), doch Glätte und Neigung der Wand machen es schwierig, Tempo aufzunehmen.

 

Die letzten Meter schafften wir nur mit einer Serie heikler Tensionmoves an wenig natürlich aussehenden Plumbumm-Löchern. Obwohl man den Seilzug von oben hat, bietet das einen spektakulären Boulder inklusiv Dyno zur Standschlinge. Verfehlt man sie, so schwartet man mit bedrohlichem Tempo durch die halbe Wand, das hat Gabor in einem späteren Versuch eindrücklich vorgemacht.
Jedenfalls gehts dann vom Plumbummstand nochmals 15 Meter runter und ein weiterer, deutlich einfacherer, Pendel nach rechts führt zur Dächlitravärse. Sie bietet eine 20-Meter Rechtsquerung von herrlicher Reibungs- und Leistenkletterei, vielleicht 6b+, man erreicht einen Stand von Black Rain (…oder wie heisst diese Zambetti-Route?). Nun gehts in deren 7b+ Länge weiter, nach ca. 2/3 findet man einen Schnapper vor, lässt sich 6 Meter ab und gewinnt mit einem weiteren Rechtspendler einen Stand von Messias. Über deren letzte drei Längen 7a, 6a, 6a steigt man aus.

Unsinnige_Topo

 

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Wer sucht, der findet.

Es ist ja nicht so, dass Jonas im Jura alles geklettert hätte.  Nein.  Sein Talent scheint sich einzig an der langen Wand zu entfalten. Aber jetzt, mit dem Abschluss seines Lebenstraumes, wird er vielleicht Zeit finden für eine neue Herausforderung.

Eine solche hatte Chris “Häuptling Grosses Projekt” schon vor einiger Zeit am Mugge vermisst und nach intensiver Sucherei mit den Griffen von Whistestripe geschaffen.

Die sehr störende Überzahl an Rastpositionen setzt dem Muggen punkto Schwierigkeiten Grenzen. Im Whitestripe stellt sich dieses Problem während den ersten 30 Zügen zum Glück nicht, und die Unterarme jauchzen vor Lactatüberschuss.

Auch diese Tour ein Unding – und bis nach Volx müsste man wohl fahren, um eine solch künstliche Mischung aus Fels und Sika zu finden. Aber als ich gestern mit glühenden Unterarmen von Griff zu Griff hechtete, Leisten krallte, zappelte und schnappte, ja da fand auch ich ein Stück epoxidhaltiges Glück.

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Unsinn

Für viele Menschen ist die Suche nach dem Sinn in Ihrem Leben ein ganz besonders großes Projekt.
Mit “Unsinn” ist mir heute ein eigentlicher Kontrapunkt zu dieser Bewegung gelungen.
Es gibt keinerlei Rechtfertigung oder Bedeutung geschweige den ein Nutzen 64 Züge auf seltsame Weise an der Falkenfuh zusammen zu hängen. Weder erhöht sich der Schwierigkeitsgrad erheblich, noch erschließt sich eine “neue” Linie.
Beginnend mit dem Einstieg der L’ Amour direkt, verlässt man diese beim dritten Haken mit einem dynamischen Zug in die Egocentrique Traverse. Diese klettert man abwärts bis zum Rast vor der Schlüsselstelle von Paradis. Dort ist dann Zeit sich vom Seil 1 zu lösen und mit dem bereits mitgebrachten Seil 2 weiter zu klettern. Es wird dann die Paradisstelle geklettert und sogleich der Diagonal light Quergang rückwärts angehängt bis zur original L’ Amour Schlüsselstelle. Diese hoch und weiter bis das herbstlich warme Laub zwischen den müden Fingern kitzelt.
Eine Hommage an dieses wunderschöne Stücklein Jura – erfrischend sinnlos. Einfach nur Unsinn (8b+).

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Ist das Kunst oder kann das weg?

Tatort: Fan de chichunne. Kalymnos.

chichunne

Nein nein, der hält noch. Lustig wie viele sehr beschäftigte Kletterer daran vorbeiziehen. Man darf auch in den Ferien mal ein Griffli putzen oder einen Express hängen lassen.

Der Karabiner hing am fels. Der seilführende war noch ok. Ist jemand stark genug um das zu zerreissen?

P.S Der Routenname entspringt dem marseiller Dialekt und bedeutet Hurensohn. Voila

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Is Jens a Larshole?

Die Hitzeperiode des Sommers liess mir einige Zeit den dringensten Fragen zur Kletterwelt und speziell dem BJ nach zu gehen. Die Fragen sollen hier unbeantwortet bleiben und vielleicht am nächsten Balmkopffest (ich schlage Gessler-Ehrsams Spielplatz als Austragungsort vor) diskutiert werden.

Hier ist der Stoff zum Nachdenken

1. Wenn Chris nach Saint Léger emmigiert, ist dann mangende Steilheit der  Heimfelsen ein Asylgrund?

2. Gibt es Beweise, dass Dominic Erny wirklich auf dem Gipfel des Bellevie stand?

3. Wird Jonas an der Langen Wand eine noch beknacktere Kombi finden?

4. Schreibt Dominic Osswald bald für die Weltwoche?

5. Gibt es noch steiles, total natürliches Felspotential am Gempen? Max?

6. Wer sieht besser aus, Sharmas Ex oder seine Aktuelle?

7. Wird das Läckerlihuus der neue Sponsor von Ueli Steck?

8. Kann Mutter Theresa Era Vella postmortem auf 8b abwerten?

9. Kann man mit einer basler Nummer noch beim Lehn parkieren ohne Lackschäden zu riskieren?

Dies Eintrag wurde inspiriert durch Alex Barrows Blog. Ernsthaft klettern ohne ernst zu sein. http://alexbarrowsclimbing.blogspot.ch/2015/04/the-new-most-pressing-questions-in.html Thumbs up mate. Ich erwarte eure Antworten bis zum nächsten Jurafest, sonst muss Magdala Martullo Blocher mit euch schimpfen. Dreamers….

 

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Volume one

Die Damen Schaa&Ehrsam haben sich den kühlen Junimorgen unter die Nägel gerissen und kurzerhand den Eisbär am kalten Polar weggerockt! Frech und stark!! Währenddessen die Hausmänner Buschis durch Pärke schieben, Einkäufe tätigen, putzen, Wäsche waschen und Windeln wechseln. Als wir dann um 14Uhr in die brüllende Bruthitze eines 30 Grad plus Nachmittags entlassen werden, da beantworte ich die Frage nach meinem Kletterwunsch mürrisch und ohne zu wissen was ich meine: heute ist es zu heiß, ich will ein hohes Volumen klettern..
Der Gruß aus der Küche ist fruchtig: good old Twelfe, Zwölf und Bürgerwürger, außerdem passend abgestimmt auf das amuse bouche Zelot. Da kommt die fruchtig zarte Vorspeise Born to be wild gerade richtig und der Hauptgang aus Super Sonic und Süße Versuchung ist eine Sinfonie für den Magen. Natürlich darf die Käseplatte J’ irai craché nicht fehlen und die Praline ist das perfekt passende Dessert. Es wäre noch Licht gewesen für ein paar krachende Dessertschnäppse aber leider sind die Unterarme total verblasen. Es bleibt ein Appetit auf noch viel mehr Volumen. Da wartet noch viel Rohkost auf einfallsreiche Köche!

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INRI

Schmerz, Tod und Wiedergeburt werden mit diesen tiefgründigen vier Lettern verbunden. So ähnlich geht es auch dem Aspiranten, der sich in die gleichnamige Linie verliebt hat. Glatt und scharf ist die Einstiegsplatte, umso größer dann der Kontrast der kräftigen Eröffnungszüge, die fadengerade und ohne jede Vorwarnung in eine bösartig kleingriffige Doppelschlüsselstelle führen. Der fiese Ausleitungs-Untergriff Zug führt zu einer eigentlichen Road to Glory: genussige Züge hoch über dem Kaltbrunnental und auf einmal ist der letzte Griff da. Oben das Erdreich und die Bäume unten das schattig kühle Tal mit seinem murmelnden Bach. Es ist schwierig geeignete Worte für meine Freude an der Begehung von INRI zu finden. Am ehesten allenfalls Psalm 103.22 der da heißet: geh aus mein Herz und suche Freud, in dieser schönen Sommerzeit.
Ein Insekt brummt sein zufriedenes Lied.
Wie heißt die schöne Nachbarin von INRI? Wer hat sie geklettert? Sie ist jetzt schön geputzt – weiss jemand mehr?

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Das Juralisi

Sie wurden mit allen Saumade-Mächten ausgestattet aber sie wollten keine Geständnisse ablegen. Also muss ich wiedermal die Elizabeth Hawley des Juras spielen.

Jürg hat immer noch die Hosang und pfeilt diagnonal durch die Belleviewand. Ob er die neuerlichen Aufwertungstendenzen an der Falken gutheissen kann?

Klar im Lot geklettert sind Sir Ernest und Beni Schelker. Sobald an der Falken ein Technofestival stattfindet, kommt Marvin kommt vielleicht auch wiedereinmal.

Dem Jööni ist, nachdem ich die Route mit dem Arbeitstitel “Jasperpfeiler” am Rappen beging, das Jammern vergangen und er liess sich zu demselben hinreissen. Die Tour klettert sich exzeptionell und erreicht im Jura schon bald Platin-Status. Etwas ungünstig ist der Rastpunkt in der Mitte, welcher etwas sehr nahe liegt bei Sliding Stop.

Euer Lisi

 

 

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Der Jurabuhl

Hermann Buhl, der grösste aller alpinen Helden, soll ja mit dem Velo von Innsbruck ins Bergell gefahren sein, um den Badile zu klettern und am gleichen Wochenende wieder die 160 Kilometer zurück. Bravo! Eine heldenhafte Tat von einer Dimension, in welcher wir Jurafuzzis nur träumen können und die viel zitierte Feststellung einmal mehr machen: früher waren sie eh viel stärker…

Da wir trotzdem danach streben, jedoch ansatzweise Vergleichbares nur im eigenen Mikrokosmos vollbringen können, rufen wir hiermit feierlich den JURABUHL ins Leben, der am Pfingstwochenende wie folgt über die Bühne ging: Über den Hauenstein radeln Gabor und ich nach Welschenrohr, wo die Beizen Kreuz und Frohsinn heissen, aber drinnen ist Trübsinn. Kägifrett und Zweifelchips liegen unter Hauben, damit sich die Fliegen nicht draufsetzen. Schnell einen Kafi gesoffen, dann zum Einstieg des Wändli. In der Impossible gewinnen wir zügig an Höhe, unten auf dem giftgrünen Fussballfeld ist Pausenpfiff (Welschenrohr gegen Laupersdorf, es steht 2:3, der Match ist packend, die Mannschaften souverän), wir haben das erste Drittel. Sauber rausmanteln, absteigen, frohsinnig die Geröllhalde runtersurfen und ab aufs Velo. Jetzt geht’s steil Richtung Balmberg, bald müssen wir das Velo schieben, es ist hier gleich steil wie auf unserem nächsten Streich, dem Balmflue Südgrat. Am Restaurant Balmberg lassen wir die Velos stehen, pflügen durch steile Grashänge mit gelben Blumen und ab um die Ecke, hoch zum Einstieg und ruckzuck den Grat rauf. Schnell zurück zu den Velos und smooth nach Balsthal gerollt, vorbei am Mühlenfest, an welchem wir saugerne von der Butterzüpfe gekostet hätten, aber wir habe keine Zeit! Schon taucht die abendliche Sonne den Pfeiler in Brautjungferrosa. An der Coop-Tanke kaufen wir Glacé und Bier. Wir mahnen uns mehrfach, die Stirnlampe mitzunehmen, wir sind stolz, dass wir daran denken. Wir marschieren zum Einstieg. Gabors Stirnlampe springt nicht an und ich hab meine jetzt doch vergessen beim Glacéessen. Es geht trotzdem. Dann fahren wir wieder heim, wie wir gekommen sind. Um Halbzwei morgens sind wir wieder in Basel.

Noch zu erwähnen ist, dass wir während unserem Türli viel Saumadenprominenz antrafen: am Wälschewändli kommen uns die Koryphäen Sevi Freebird und Edi the Eagle entgegen – sie räumen an diesem Tag im Vaferdeau ab, dann Messias und schliesslich Pfeiler. Am Pfeiler treffen wir dann noch die Evergreenstromer Richi und Andi! Irgendwie lustig, wenn man sich so antrifft, jeder zielstrebig unterwegs, wie Grossmamis auf Kommissionentour.

Das noch: weil wir ja neuerdings alle effizienzaffin sind, hier noch unsere Zeit: 19.5 Stunden haben wir gebraucht, was sicher noch Luft nach oben hat! Wer es unterbietet, poste es hier. Es winkt der grosse JURABUHL-Wanderpokal aus von Hand geborgenem Potosisilber, gefüllt mit Kägifrett und Feldschlösschen aus dem Frohsinn in Welschenrohr. Allez les Buhlers!

Dominik (..bei Jonas eingecheckt)

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Die Saumaden in Ceuse

Eine grössere Delegation Saumaden wurde auch diese Auffahrt Richtung Ceuse entsendet. Hier ein Abriss ihrer wichtigsten Aktionen:

  • Sir Ernest konnte den Geykbayirifluch überwinden und in allerletzter Minute noch   Makach Walou begehen.
  • Gyula “El Chileno” reichte,  gegen den Rest der Truppe, eine Klage ein wegen unterlassener Hilfeleistung.
  • Rebecca “Die Vollstreckerin” und Sandra flüchteten nach der Hinfahrt gleich ans andere Ende des Campings
  • Spamsam sorgte ganz charmant für ordentlich Ruhe auf dem Camping
  • Aeneas “El profitero” fand immer eine noch bessere Möglichkeit. Zugunsten aller natürlich
  • Planet Josias kreiste rastlos um das Zentralgestirn Ceuse
  • Baggerfahrer Julian planierte den Zustieg neu. Danke vielmals
  • Sherpa Michel trug für Aeneas sogar den Rucksack hoch

Schön wars.

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Dä Jurazappelmaster isch déjà zwäg und IG Klettern Basler Jura Generalversammlung

Ich schreib mal einen Bericht, damit nicht der Verdacht aufkommt, es handle sich hier um Sämi’s Blog… Was ist der Unterschied zwischen einem Schwimmbecken und Déjà in Soyhières? In ersteres kann man reinfallen und wird nass, in letzterem kann man rausfallen und ist bereits nass… Ich darf der Welt die frohe Botschaft verkünden, dass sich Master Egli in gewohnt effizienter Zappelschnapp-Dynamik (wahrhaft ein Meister seines Fachs…) die nach wasserdichter Recherche zweitnässeste Begehung dieses Conti-Testpieces und in der Originallinie gesichert hat… Rank 1 geht zwar immer noch an Franz K., doch wer diesen Climb in dem Zustand so nass machen kann, verdient von uns auf alle Fälle ein feuchtfröhliches “Cin Cin”…

Und eh ich’s vergess: am Montag, 16.03.2015, ist IG Klettern Basler Jura GV. Es werden die Ergebnisse der 15(!!!)-jährigen Verhandlungen mit dem Amt für Raumplanung Baselland vorgestellt. Kommet, ihr Jura-Fuzzies, und supportet die Arbeit der IG einfach durch eure Anwesenheit! Hier der Link:

Einladung

Da steht im URL der IG-Homepage zwar Mittwoch, ist aber wirklich am Montag, 16.03….

Cheerio, bis zu meinem nächsten Artikel im 2019…

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Deja Korrigenda

Heute waren ich und Chris in Soyhieres und haben die nassen Felsen bestaunt. Noch viel Sonne wird nötig sein um hier Durchstiege zu ermöglichen.

Im Auto nach Soyhieres durfte ich den Text “Ueli, wo warst du?” von Dominik Osborne im Magazin geniessen. Dies hat mich aber daran erinnert, dass es bei den letzten Begehungen in Soyhieres Grund zu Diskussionen geben dürfte. Wir treiben uns im Gegensatz zu Ueli an den heimischen Felsen nur hobbymässig rum, aber auch hier schon gilt; je grösser die Leistung umso stärker auch die Ansprüche an die Transparenz und Kommunikation.

Mir wurde mitgeteilt, dass Silvio Falchi den Einstiegboulder zu Deja grossräumig über die Route Public Domain umgangen hat. Dies auch im eigentlichen Durchstieg.

Jeder darf klettern wo und wie er will, aber Deja, so wie Philip Steulet sie erstbegangen hat, gibt es eben nur in einer Version. Und die Bouldertraverse gehört da ohne Diskussion dazu.

Die News hätte als wie folgt lauten müssen: Silvio Falchi begeht eine Kombi aus Public und Deja von noch unklarem Schwierigkeitsgrad. Auch die Kombi ist eine schwierige Route, aber eben eine andere. Die Saumade soll ja für erstklassigen Journalismus stehen. Daher diese Richtigstellung.

 

P.S Dominiks Artikel findet man hier. Oder einfach google: Ueli wo warst du.

http://blog.dasmagazin.ch/wp-content/uploads/2015/03/ma1510.pdf

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Alles klaro?

Die Juraschlümpfe scheinen in Form zu sein und überrollen das Land mit unbändiger Kraft. Hier ein unvollständiger Abriss der Akteure und ihrer Taten.

Dass Chris in Form ist, muss man ja niemandem mehr schritlich mitteilen. Nach ettlichen b’s kamen noch einige Plussen dazu. Unter anderem auch  seine Hassliebe, Hexenküche, bei welcher er sich mit einer Begehung verabschiedete welche man sich auf der Zunge zergehen lassen konnte.

Jööööööni liess sich in der Tarn nicht zwei mal bitten und tat was er am Besten kann. Sich lange Ausdauerhämmer hochbrüllen. Da es von diesen sehr viele gibt, verschwendete er kaum mehr als zwei Versuche. Nach etwa fünf 8ä-li und 8a-plüssli ging er dann die zweite Woche wegen einer Erschöpfungsdepression etwas langsamer an.

Sir Ernest Domi liess seinen Exploits in der Türkei weitere Taten folgen und etablierte sich solide im 8ten Grad. Weil ihm das noch nicht zu genügen scheint,  beförderte der Weisse Hai aus dem Jura noch den bernischen Surfer ins Jenseit.

Von weitem erzähle mir noch der Weihnachtsmann, dass der Falke Silvio dem Rappen die Flügel stutzte und Phil seine herzlichesten Grüsse ausrichtete.  In Soya hatte er ein Deja vu und tat das Gleiche nochmals.

Die Modetour der Saison scheint klar Slave of Brain, SOB oder SLOB genannt, zu sein. Der Wegelagerer Stöph musste aber bis jetzt den Sklavenhändlern Jonas Allezman, Simon Fresh Fritsche und Spamsam den Vortritt lassen.

Herzlicher Verwirrungen und einen guten Spätherbst wünscht Trudi Gerster.

 

Ach ja, wer unbedingt Nagellack kaufen will, sollte nun danke dem regelmässigen Besuch dieser Seite gut informiert sein. Man kann die Nützlichkeit dieser Seite nicht genug betonen.

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Kampf gegen die Schwerkraft

Danke Dominik!

http://bazonline.ch/basel/land/Basler-Jura–Kampf-gegen-die-Schwerkraft/story/16579577

Keine Frage – die Felswände des Basler Jura können nicht mit alpinen Dimensionen mithalten. Oft ragen die Flühe nicht einmal über den Wald hinaus. Basels Hausberg, der Gempen, wartet mit einem Felsriegel «in Gipfelnähe» auf, aber wirklich imposant ist das nicht. Dennoch wird im Basler Jura viel und auf hohem Niveau geklettert, auch am Gempen. Einige Gebiete erlangten gar weltweite Aufmerksamkeit, als hier neue Massstäbe gesetzt wurden.

Kaum Gefahren, trotzdem schwierig

Die Kletterei im Basler Jura kann nicht verglichen werden mit jener an der Eiger-Nordwand. Es sind nicht etwa Steinschlag, Wetterumstürze oder blockierte Rückzüge, welche die Schwierigkeiten ausmachen. Vielmehr ist physisches Vermögen entscheidend, Launen der Natur sind meist sekundär. Von Sportklettern ist dann die Rede. Ziel ist nicht etwa ein Gipfel, sondern das Begehen einer Linie durch den Fels im freien Stil, also ohne technische Hilfsmittel zur Fortbewegung und ohne Sturz ins Seil. Dabei gilt das Interesse längst nicht mehr dem einfachsten Weg, sondern vielmehr dem schwierigsten.

So wurde das Menschenmögliche über die Zeit immer wieder neu definiert. Die Routen sind zwar oft kurz, doch der Jurakalk meist glatt und griffarm. An den kleinsten Felsstrukturen werden die steilsten Felsen erklettert, um dann unspektakulär auf einer Fluh zu enden. Grosse Anstrengung, kein Gipfel – es drängt sich die typische Aufwand-und-Ertrag-Frage auf. Doch Sportklettern ist eine moderne Sportart und als solche unter der ebenfalls modernen Erkenntnis aufgewachsen, wonach der Weg das Ziel ist.

Als die Kletterwelt nach Basel schaute

Ende der siebziger Jahre erlangten die Basler Flühe den Ruf von schwierigen Herausforderungen und erregten so das Interesse der besten Kletterer weit über die Landesgrenzen hinaus. Mitte der achtziger Jahre beherbergte das Chuenisbärgli am Blauen die damals schwierigste Sportkletterroute der Welt, als der französische Spitzenkletterer Antoine LeMenestrel die Route «Ravage» erstmals beging und mit 8c bewertete, einem neuen und welweit noch nie erreichten Schwierigkeitsgrad.

Ein anderes Stück Fels, das durch seine Bekletterung weltweite Beachtung erlangte, ist an der Tüfletenflue, oberhalb Dornach. Dieser Rund dreissig Meter hohe Felsriegel enthält einen Überhang, der glatter nicht sein könnte und daher nicht gerade einladend für Kletterer wirkt. Dennoch, oder gerade deswegen, nahm der Basler Kletterer Eric Talmadge 1987 die Herausforderung an. Erst im Jahr 2001, nach unzähligen Versuchen verteilt über 13 Jahre, gelang ihm die Erstbegehung der Route, die episch «Im Reich des Shogun» heisst und bis heute erst eine einzige Wiederholung durch Adam Ondra gesehen hat – dem derzeit wohl stärksten Kletterer der Welt. Der Tscheche verbindet das Klettern mit Lauten der Anstrengung und Leidenschaft, die jedes Tennis-Gestöhne wie ein verhaltenes Räuspern erscheinen lassen.

Das Video zeigt Adam Ondra vergangenen Frühling bei der Erstbegehung der neo-schwierigsten Route der Welt, mit dem noch epischeren Namen «Change» und dem neuen Grad 9b+. Ondra gibt darin Einblick in die teifgreifende mentale Auseinandersetzung, welche dieses Projekt ihm abverlangte.

Spiegelbild des Lebens

Vom «Projektieren» reden die ambitionierten Kletterer, wenn sie die gleichen Felsmeter immer und immer wieder versuchen und einstudieren, auf der Suche nach Lösungen, um die oft komplexen Bewegungsabfolgen zu meistern. «Mensch gegen Fels», sagt der Basler Kletterer und Szenenkenner Max Mittmann treffend. Laute der Verzweiflung, wenn der Durchstieg immerzu misslingen will, hallen durch die herbstfarbenen Jurawälder, jener stummen Zeugen, die schon so vieles gesehen haben und auch einen abschmierenden Kletterer unkommentiert belassen.

Es seien ehrliche Auseinandesetzungen mit der Natur, wenn die Gravitation einem den Weg weist, meint Mittmanns Sicherungspartner Gusti Gams. Ein Spiegelbild des Lebens. «Letztlich fügt sich doch alles der Gravitation, nicht wahr?», sagt Mittmann mit nachdenklichem Blick in den Wald. Wir befinden uns an der Falkenflue, unweit des Denkmals, das an den verheerenden Flugzeugabsturz von Hochwald erinnert.

Umso befreiender sei das Gefühl, wenn man schlussendlich unmachbar Geglaubtes meistern, eine Felswand bezwingen, sich der Gravitation widersetzen, und schliesslich einen Schrei der Befreiung über die Baumkronen senden kann. Mittmann und Gams wissen wovon sie sprechen, sie haben an der Falkenflue schon viel geklettert.

Willkommene Aktiv-Erholung

Eine grosse Anzahl gemässigter Klettertouren gibt es im Basler Jura auch, und manch eine lokale Kletterikone erinnert sich gerne an ihre erste Felsfahrt am Gempen, Schauenbergerflue, Pelzli, Falkenflue und wie die Felsen sonst noch so heissen. Zum Beispiel Michel Steil, ein oft gesehener Gast an den hiesigen Felsen. Im Alltag ein viel beschäftigter Verkehrsplaner, schätze er den enormen Kontrast, den ihm das Klettern gibt. Steil klettert wie er heisst, ja sogar steiler, vielleicht sogar am Steilsten und brüllt voller Enthusiasmus aus der Wand: «Hier geht es nicht mehr um Exceltabellen und Tarifverbünde, es zählt nur noch der nächste Griff!»

Steil ist nicht der einzige, der jenen Kontrast zu seinem Berufsleben sucht. Er will auch Prominente kennen, die den Felsen verfallen sind, nennt aber keine Namen. Nur so viel: Politiker, Akademiker, Ärzte und SRF-Meteorologen seien regelmässig an den Basler Felsen zu finden. Und nebst stressigem Alltag teilen sie dann alle Eines: das Verlangen nach dem nächsten Griff.

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Jura Update

Die Saumaden haben den Sommer genutzt und dem Jura einige wichtige neue Errungenschafte beschert:

Peter Görtler konnte sein altes Rüchi Projekt abriegeln. Zu Namen und Grad konnte ich bis jetzt keine Pressemeldung erhalten. Es soll sich aber um eine relativ boulderige und ein wenig schmerzhafte Kletterein handeln. Vielleicht erfahren wir von ihm noch mehr. Ist eigentlich noch was übig vom Frühjahrsansturm am INRI?

Marc Urich begeht seine Balmchopftrilogie. Muss man erwähnen, dass es sich dabei um Take its limits, Ringe der Kraft und Dirty Boulevard handelt? Respekt! Die Nomination zum Juraschlupf muss ich leider ablehnen, da unter 3 Jahren Belagerung keine solche möglich ist.

Chris befreit die Cathedrale in der gorge du court aus ihrem Projektstatus. Ein schönes Resi Testpiece in bestem Fels. Der gätzige Schlüsselzug könnte für Zwergen zu eine grösseren Hypothek werden. Mit zwei Seillängen Luft unter dem Hintern schon fast ein alpines Abendteuer!

Die Kommentarfunktion ist wieder geöffnet.  23 Bulgarische Informatiker wurden angestellt um vorzu den Spam zu löschen.

Und zu guter Letzt wollte ich noch auf die Spendenaktion aufmerksam machen welche den Übersee-Saumaden Jonas, Nina und Julian neue Ersatzteile für Ihren Dodge ermöglichen sollte. Schickt mir euer Altmetall! Die brauchen das wirklich !!!!

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west sektor des bj

Hier alles trocken und zimlich warm. Man beschäftigt sich mit sinnvollen Sachen wie Wasser tragen und off widht Wunden pflegen. Auch das soll stark machen…

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Hello world

Hello world

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Hello world

Hello world

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Gast und Gimmel

Wegen einem etwas nervigen Mittelfinger habe ich mir dies Jahr vorgenommen den den Jura zu umzingeln und einfach mal alle anderen Gebiete der Schweiz zu erkunden.

Ein Highlight sind sicherlich die Gastlosen welche in fast jedem Grad eine absolute Traumtour zu bieten haben. Mic mac 7a+, Destroy man 7b+, Vapeur de Tacos 8a oder Le Paradoxe 8b gehören mitunter zu den besten Route die ich je klettern konnte.

Das Sahnehäubchen konnte ich dem Sommer aber heute mit dem Durchsteig von Hexenküche 8b+ aufsetzen. Zu Trainingszwecken musste dann noch der Surfer dran glauben. Ihr müsst aber nicht meinen ich würde euch jetzt nicht mehr mit meinem ewigen Gimmelmantra nerven! Jetzt gehts erst richtig los.

Ob es das erstmals richtig strukturierte Training war im B2, der häufige Felskontakt oder einfach die Sterne waren die den Erfolg brachten? Mike Shiva tendiert wohl zum letzteren.

Na ja das hat mit dem Jura eigentlich nicht zu tun aber es soll ja Leute geben die sogar das Yosemite zum Jura zählen.

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Tonal Direkt

Nie wieder habe ich mich so fest an einer Route gefreut wie vor mehr als 13 Jahren als ich nach der Schule am Nachmittag meine ersten 7c+ “zwischen Tonal und Nagual” geklettert bin. Ich rannte auf dem Heimweg mit meinem Velo durch den Wald, warf Steine und Hölzer herum und konnte es einfach nicht fassen…
Auch heute, als ich nach mehr als 70 Versuchen und über anderthalb Jahren die Tonal Direkt kletterte, freute ich mich, aber es war niemals die gleiche Freude wie damals. Dafür erhielt ich postwendenden am Abend beim Bierchen von Sämi the Säm – alias CEO der BJ Schlümpfe einen nicht ganz unbedeutenden Pokal, sowie eine Festschrift.

 

Liebe Festgemeinde

Viele hätten Ihn verdient. Alle wollen ihn und nur wenig haben ihn schon. Wir haben uns hier versammelt um eine herausragende Leistung zu ehren.

Aber wir sind uns bewusst, klettern können wir Jurafuzzis sowieso nicht und für eine 8b bekommt man bei uns auch noch keine Auszeichnung. Aber in etwas sind wir besonders gut und Jonas war in den letzten Jahren einer der Besten darin.

Darum halte ich es wie die Pharmalobby:

425 mal an die Tüfleten gefahren, 128 mal zu Nina gesagt “Ich chume grad…”                        37 mal Julian nicht gewickelt, 1 Route abgestromt

Ich überreiche hiermit freudig Jonas Gessler, unter dem Motto “Soft, second GO” , den Juraschlumpf langzeit projektier Award.

 

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Risiken & Nebenwirkungen

an alle BJerInnen

um jeglichen Gerüchten & Mutmassungen von vornherein Einhalt zu gebieten,  ein kurzes statement meinerseits.

Ja, es ist richtig: Am letzten Donnerstag Vormittag hat’s mich durch Verkettung unglücklicher Umstände beim Versuch einer Erstbegehung oberhalb des Pelzlis mittels eines Grounders zu Boden gehauen. Es handelte sich dabei um eine seilgesicherte Kletterei!

Ich scheine riesiges Glück im Unglück gehabt zu haben: obwohl 2 Lendenwirbel sehr stark und zwei weitere etwas weniger in Mitleidenschaft gezogen wurden, prognostizieren die Ärzte, bei weiterin so positivem Fortschritt der Genesung, mit Ausnahme einer leichten Bewegungseinschränkung, keine weiteren Konsequezen! Man bedenke andere mögliche Ausgänge von Wirbelsäulen- oder Kopfverletzungen…

Zu gegebener Zeit, wenn es meine Gesundheit wieder zulässt, werde ich mich ganz bestimmt mit der “Unfallanalyse” beschäftgen,  inklusive einem Abseilen über die Tour. Dannzumal wird es mir hoffentlich möglich sein, Lehren zu den “Risiken & Nebenwirkungen” zu veröffentlichen. Das wird wohl auch der Zeitpunkt sein, diesem Fall der auf dieser Seite allseits so geschätzten Satirik Ausdruck zu verleihen!

Bis dahin bitte ich euch, von unbedachten und mutmassenden Äusserungen jedwelcher Art gegenüber Drittpersonen abzusehen. Ich wäre froh zu wissen, dass die SUVA diese kleine Rechnung übernehmen würde…

Wünsche euch allen einen schönen Sommer, so es noch einen solchen geben sollte. climb every day, push hard but stay safe!

Severin

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Verdrehschutz Marke Eigenbau

Es gibt viele Wege das Verdrehen des Karabiners der Exen zu vermeiden. Die meisten behelfen sich mit Tape oder käuflichen Gummis von Petzl. Die eingenähten Gummis von Black Diamond sind auch nicht gerade von langer Haltedauer. Nach einigem probieren habe ich eine Lösung gefunden die super funktioniert und auch noch unschlagbar billig ist.

Man benötigt nur einen kaputten Mountanbike- und einen Rennvelo-Schlauch den ihr von eurem Velomech sicher gratis bekommt.

Das Bild sollte euch helfen die Konstruktion zu verstehen…

 

 

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Neu, der Original Adam Ondra Bausatz !

Wie wohl den meisten nicht entgangen ist besuchte der grosse AO den Red River Gorge um dort mal schnell alle Routen onsight zu klettern. Darunter waren ja doch auch ein paar schwere. Wie wollen die Gelegenheit nutzen um hier exklusiv das Adam Ondra Starter Kit zu verkaufen.

Das 6-teilige Set besteht aus:

– Einem 30 Sekunden Durchstiegsgebrüll

– Der AO Nasenbrille für den authentischen Look

– Einem gratis Go in Shogun (sollte ja reichen)

– Dem Wadenverkümmerungs Elixir für die Bergsteiger

– Zwei Jokerexen welche man nicht einhängen muss

– Einen Kommentar nach Wahl von Jens Larssen

Greift zu solange es noch hat liebe Saumaden!

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Paradis de l’ Amour

Heute hat er sich doch noch aufgelöst: Der zähe Hochnebel über dem Jura und ich konnte im schönsten Herbstlicht über den farbigen Bäumen meine letzte noch verbleibende Tour an der Belleviewand klettern. Die gut 50 Züge der Paradis-l’Amour Kombi ergeben eine wunderschöne und ausdauernde 8b+. Gestern bin ich im kühlen Nebel am letzten schweren Zug gescheitert und bin nun umso glücklicher, dass es heute vor den nasskühlen Tagen am immerhin 6ten Klettertag in Folge noch gerockt hat. Glücklich steige ich zum Umlenker und schaue über die farbigen Bäume im Herbstlicht zurück. Vielleicht löst diese Linie das Wandproblem – und sonst bleibt es einfach eine schöne Kombi…

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Balmchopffest 2012 – mit Kids&Family!

Und wieder einmal ist es an der Zeit: Rotgoldige Bäume schmücken die Jurafelsen, das Balmchopffest steht am Einstieg! Am Sonntag den 28. Oktober ab 12 Uhr. Zuerst fröhliches Klettern an der unteren Balm und ab 16 Uhr Crèmeschnitten, Kaffe und Co. in der Grotte (Wer bringt noch was?). Julian und Linus freuen sch bbbbbbboich über viele andere Kinder am Fels, und das BK Verwaltungsratsteam über viele wilde Kletterer.

Bis bald – Linus & Julian

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Wer ist eigentlich: Thomas Kraus?

Mit diesem Interview soll eine kleine Serie über unsere Jura-Saumaden beginnen… Es wäre ja schade, wenn irgendwann spannende Anekdoten und “wichtige Informationen wo sich lohnen” verloren gingen! Wir beginnen mit Thomas Kraus, einer alten Jura-Legende, die sich schon lange nicht mehr an unseren lieben Felsen hat blicken lassen… Aber vielleicht bald wieder?

Wer bist Du?

Thomas Kraus, geb. 1966,  seit 18 Jahren in Berlin wohnhaft und in Rheinfelden-Baden aufgewachsen.

Anzahl Kletterjahre

fast 10 Jahre

Warum kletterst Du?

Ich bin mit meiner Familie schon als kleiner Junge in die Schweizer Berge zum Bergwandern gegangen. Bei der Beobachtung der Berggipfel fielen mir sich dort bewegende Lichter auf. Ich fragte mich, woher die wohl kommen mögen. Am nächsten Morgen sah ich müde Leute mit Riesenrucksäcken, Steigeisen und Pickel herunterkommen und erfuhr, dass sie davor auf diesen Bergen waren und es wohl ihre Lampen gewesen sein müssten. Das fand ich aufregend. Auch die Berge als solche haben mir immer sehr gefallen, also wollte ich Bergsteiger werden.

Zur Vorbereitung musste man jedoch in den Klettergarten, zum „Üben für die Alpen“. Die erste Felsberührung hatte ich 1982 am Gempen, ich wurde abgeseilt, was mir mächtig Angstschweiß verursachte. Später fuhr ich per Fahrrad über die Wochenenden ins Pelzli. Beim „Üben“ verschlug es mir die Sprache. Da liefen Leute wie Eric Talmadge, Vencel Vodicka und Dominik Egloff ohne Rucksack, d.h. mehr nackend und bloß die glatten Wände rauf? Das war vielleicht Žne Entdeckung. Freiklettern das war mein neues Interesse und blieb es die ganze Zeit. Dafür schmiss ich irgendwann sogar die Schule. Fortan waren nicht mehr die hohen Berggipfel, sondern die Schwierigkeitsgrade das Ziel – also der Weg.

Deine Lieblingsroute im Jura

Soyhieres „Mines de rien“. Weil es ein Kampf war und er irgendwann (1990) endlich überstanden war und es eine tolle Linie ist.

Deine schönste Erstbegehung

Dreiviertel der noch nicht gekletterten Originalroute „Les Temps Difficiles“ in Soyhieres. Weil es bis zum Abflugpunkt in einem Durchstiegsversuch mit Abstand die schwierigste Kletterei war, die ich bisher gemacht habe. Weil die Originalversion mit der gekletterten Schlüsselstelle genial aber wohl unwiederholbar ist. Weil es für mich persönlich damals tatsächlich „Les Temps Difficiles“ waren. Weil sich mit dieser Route mein weiteres Kletterschicksal entschied.

Die grösste Enttäuschung Deines Kletterlebens

Diese Route, von Philippe Steulet eingebohrt und freigegeben, 1991 vor Wintereinbruch nicht erstbegehen zu können, obwohl so wenig gefehlt hatte.

Seid dem Du kletterst: Was hat sich verändert in der Kletterwelt?

Positiv: Grandiose Leistungssteigerungen, verbessertes Training, bessere allgemeine Bedingungen, besseres Material und dass man von seiner Leidenschaft leben kann.

Negativ: Aus einer LebensART wurde ein Breitensport für North Face tragende Grossstadtbewohner.

Wo bleibt der Kletter-Nachwuchs?

Ist doch allüberall unterwegs?!

Deine Lieblingsgeschichte aus dem Jura?

Ich habe Daniela Klindt zum Klettern und zu Robert Jasper gebracht und sie mich zur Bekanntschaft mit der Anthroposophie Rudolf Steiners und allem was sich daraus in den vergangenen 20 Jahren für mich ergeben hat.

Die schönsten 8b’s: La Belle Vie, Paradis sur la Terre

Die schönsten 8b+’s: Mines de Riens, Deja, Jusque au bout du monde

Warum ist der Basler Jura das schönste Klettergebiet der Welt?

Weil Soyhieres zum Basler Jura gezählt wird.

Was hältst Du von:

  • Künstlichen Griffen: Da künstlich haben sie mich nie interessiert
  • Gesperrten Projekten: Kommt auf den Grund der Sperrung an
  • Vegetarismus: Bin seit 27 Jahren Vegetarier und lebe immer noch!
  • Adam Ondra: Wer „Ravage“ onsight und Shogun am zweiten Tag durchsteigen kann, muss für meine Generation als Wunderknabe gelten.

Dein grösstes Ziel beim Klettern

Habe ich vollbracht: Statt bis zu einem gewissen Zeitpunkt immer schwieriger klettern zu können, zu versuchen das damals Wichtigste aus freier Entscheidung radikal zu beenden. Also nach etwa 10 Jahren am Limit ohne äußeren Grund aufzuhören. Somit war Klettern für eine bestimmte Lebensphase für mich das Wichtigste, aber nicht für das ganze Leben. Bis heute lebe ich allerdings von diesen Erlebnissen und möchte sie nicht missen. Klettern war kein Sport, sondern eine Art, freiwillig an Grenzen zu leben.

Was fällt Dir sonst gerade noch so ein?

Viele Grüße an alle mir Bekannten, auch an diejenigen die nicht mehr unter uns weilen.

Thomas, vielen Dank für Deine Antworten und bis bald mal wieder an einem sonnigen Felsen!

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Apropos Restverwertung…

…habe letzten frühling eine ebensolsche am Steineggblock auf der Seetalhöhe gemacht. gänzlich unverfänglich… es handelt sich nämlich um zwei nette Boulders. Also bitte kein Geschrei wegen Bohrhaken, kreuzen von Routen und dergleichen. Wobei, wenn ich mir das so recht überlege, hmmm. also erst musste ich ein hölzernes Podest zimmern (Sturmholz aus dem Wald, von Hand gesägt notabene) um uns Blockspechte vorm Absturz in die finstere Höhle zu bewahren (gerne geschehen Richi. Und ja, s’hebt würklich) und zweitens werden zwar keine Routen gekreuzt aber immerhin einer damit einen erweiternden Einstieg (aka Sitzstart) spendiert, nämlich Andis, mittlerweilen doch auch schon in die Jahre gekommenen, “Zerreissprobe”. Und für die wirklich starken Mädels & Jungs bleibt bestimmt noch eine Möglichkeit zwischen der “Sitzprobe” und der “Brückenbauer”. Alors, allez les bloquers jurasiens!

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Restverwertung

Bei den neuerlichen Gimmeltrips mit Andy mussten wir feststellen, dass dort einige neue Linien entstanden sind welche sich unserer Meinung nach etwas zu fest zwischen die bestehenden Klassiker zwängen.

Erstbegehungen sind natürlich ein integraler Bestandteil der Kletterkultur aber es scheint mir, dass viele dieser neuerlichen Schöpfungen nur der Beschäftigungstherapie oder Selbstbestätigung dienen. Irgendwann muss sich jeder Kletterer damit abfinden, dass der Felsen abgeklettert ist oder die verbleibenden Touren einfach zu schwer sind.

Unglückliche Beispiele gibt es auch im Jura genug. Der Barbarella-Linkseinstieg, der 3-Bolt-Krüppel rechts von der Angensteiner (Schaue), die missglückte Traumtour visavis von Speckschwarte oder auch der Muggenberg könnten hier namentlich genannt werden.

Falls jemand im Jura eine wunderbare neuen Linie entdeckt ist dagegen wenig einzuwenden aber in den traditionellen Gebieten bitte nur mit Zurückhaltung und sobald wie möglich mit Klebeanker nachrüsten. Kombis bitte nur ohne neue Haken zu bohren. Nicht dass an der Falken eines Tages mehr Eisen hängt als an Ghadaffis Revers oder der Gempen ein Plastikgebiss bekommt wie die Fahrnernzähne. Merci.

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