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Born to be wild und Étoile du Désir

Letzten Donnerstag war es soweit: René hat Born weggehämmert. Obwohl ihm das Türli sehr wohl den einen oder anderen Versuch und Nerv gekostet hat, hat er es an besagtem Donnerstag im dritten Tagesversuch mit einer wahrhaft frechen Leichtigkeit hochgeklettert, sodass in der Szene ungeduldig und etwas angespannt auf seine erste 8a gewettet wird. Bereits müde von drei gescheiterten Versuchen im Étoile du Désir und eigentlich fertig mit dem Tag, bin ich durch Renés Erfolg so aufgewühlt, dass ich mich tatsächlich noch durch die brachialen 18 steilen Züge hochbrüllen kann. Da ich den Seitgriff oberhalb der ersten Umlenkung grossflächig abgerissen habe vor eineigen Tagen, ist die Tour zwar deutlich besser und schöner, aber nicht einfacher geworden und dürfte so bei 8a+ einchecken. So geht für uns ein unvergesslicher Herbsttag zu Ende. Das Licht der letzten Sonnenstrahlen taucht die Felsen in ein magisches rot und das Laub raschelt fröhlich beim herunterlaufen in den bereits dunklen Wald.

Die Unsinnige

Gestern blies der Wind in Welschenrohr. Die Leiterli standen zeitweise waagrecht. Dann kam auf einmal die Sonne und warf dieses HD-Licht auf die Leinwand namens Glatti Flue, auf welcher Gabor und ich die Protagonisten waren. Und zwar im lange angekündigten Versprechen:  “Die Unsinnige – Eine Reise durch das W-Wändli”.
Die Neutour entspricht ganz dem hier wuchernden Geist sinnvoller und weniger sinnvoller Kombis: Man aidet “Die Unmögliche” bis zum letzten Stand. Von dort lässt man sich wieder 25 Meter ab und macht einen sauberen King-Swing bis unters Wappen, wo man einen Plumbumm-Stand erreicht. Sieht zunächst locker aus, ABER: der Nose-King-Swing ist tatsächlich Pipi dagegen… Möglicherweise legt man am W-Wändli eine weniger grosse horizontale Distanz zurück (es wurde noch nicht vermessen), doch Glätte und Neigung der Wand machen es schwierig, Tempo aufzunehmen.

 

Die letzten Meter schafften wir nur mit einer Serie heikler Tensionmoves an wenig natürlich aussehenden Plumbumm-Löchern. Obwohl man den Seilzug von oben hat, bietet das einen spektakulären Boulder inklusiv Dyno zur Standschlinge. Verfehlt man sie, so schwartet man mit bedrohlichem Tempo durch die halbe Wand, das hat Gabor in einem späteren Versuch eindrücklich vorgemacht.
Jedenfalls gehts dann vom Plumbummstand nochmals 15 Meter runter und ein weiterer, deutlich einfacherer, Pendel nach rechts führt zur Dächlitravärse. Sie bietet eine 20-Meter Rechtsquerung von herrlicher Reibungs- und Leistenkletterei, vielleicht 6b+, man erreicht einen Stand von Black Rain (…oder wie heisst diese Zambetti-Route?). Nun gehts in deren 7b+ Länge weiter, nach ca. 2/3 findet man einen Schnapper vor, lässt sich 6 Meter ab und gewinnt mit einem weiteren Rechtspendler einen Stand von Messias. Über deren letzte drei Längen 7a, 6a, 6a steigt man aus.

Unsinnige_Topo

 

Wer sucht, der findet.

Es ist ja nicht so, dass Jonas im Jura alles geklettert hätte.  Nein.  Sein Talent scheint sich einzig an der langen Wand zu entfalten. Aber jetzt, mit dem Abschluss seines Lebenstraumes, wird er vielleicht Zeit finden für eine neue Herausforderung.

Eine solche hatte Chris “Häuptling Grosses Projekt” schon vor einiger Zeit am Mugge vermisst und nach intensiver Sucherei mit den Griffen von Whistestripe geschaffen.

Die sehr störende Überzahl an Rastpositionen setzt dem Muggen punkto Schwierigkeiten Grenzen. Im Whitestripe stellt sich dieses Problem während den ersten 30 Zügen zum Glück nicht, und die Unterarme jauchzen vor Lactatüberschuss.

Auch diese Tour ein Unding – und bis nach Volx müsste man wohl fahren, um eine solch künstliche Mischung aus Fels und Sika zu finden. Aber als ich gestern mit glühenden Unterarmen von Griff zu Griff hechtete, Leisten krallte, zappelte und schnappte, ja da fand auch ich ein Stück epoxidhaltiges Glück.

Unsinn

Für viele Menschen ist die Suche nach dem Sinn in Ihrem Leben ein ganz besonders großes Projekt.
Mit “Unsinn” ist mir heute ein eigentlicher Kontrapunkt zu dieser Bewegung gelungen.
Es gibt keinerlei Rechtfertigung oder Bedeutung geschweige den ein Nutzen 64 Züge auf seltsame Weise an der Falkenfuh zusammen zu hängen. Weder erhöht sich der Schwierigkeitsgrad erheblich, noch erschließt sich eine “neue” Linie.
Beginnend mit dem Einstieg der L’ Amour direkt, verlässt man diese beim dritten Haken mit einem dynamischen Zug in die Egocentrique Traverse. Diese klettert man abwärts bis zum Rast vor der Schlüsselstelle von Paradis. Dort ist dann Zeit sich vom Seil 1 zu lösen und mit dem bereits mitgebrachten Seil 2 weiter zu klettern. Es wird dann die Paradisstelle geklettert und sogleich der Diagonal light Quergang rückwärts angehängt bis zur original L’ Amour Schlüsselstelle. Diese hoch und weiter bis das herbstlich warme Laub zwischen den müden Fingern kitzelt.
Eine Hommage an dieses wunderschöne Stücklein Jura – erfrischend sinnlos. Einfach nur Unsinn (8b+).

Ist das Kunst oder kann das weg?

Tatort: Fan de chichunne. Kalymnos.

chichunne

Nein nein, der hält noch. Lustig wie viele sehr beschäftigte Kletterer daran vorbeiziehen. Man darf auch in den Ferien mal ein Griffli putzen oder einen Express hängen lassen.

Der Karabiner hing am fels. Der seilführende war noch ok. Ist jemand stark genug um das zu zerreissen?

P.S Der Routenname entspringt dem marseiller Dialekt und bedeutet Hurensohn. Voila

Is Jens a Larshole?

Die Hitzeperiode des Sommers liess mir einige Zeit den dringensten Fragen zur Kletterwelt und speziell dem BJ nach zu gehen. Die Fragen sollen hier unbeantwortet bleiben und vielleicht am nächsten Balmkopffest (ich schlage Gessler-Ehrsams Spielplatz als Austragungsort vor) diskutiert werden.

Hier ist der Stoff zum Nachdenken

1. Wenn Chris nach Saint Léger emmigiert, ist dann mangende Steilheit der  Heimfelsen ein Asylgrund?

2. Gibt es Beweise, dass Dominic Erny wirklich auf dem Gipfel des Bellevie stand?

3. Wird Jonas an der Langen Wand eine noch beknacktere Kombi finden?

4. Schreibt Dominic Osswald bald für die Weltwoche?

5. Gibt es noch steiles, total natürliches Felspotential am Gempen? Max?

6. Wer sieht besser aus, Sharmas Ex oder seine Aktuelle?

7. Wird das Läckerlihuus der neue Sponsor von Ueli Steck?

8. Kann Mutter Theresa Era Vella postmortem auf 8b abwerten?

9. Kann man mit einer basler Nummer noch beim Lehn parkieren ohne Lackschäden zu riskieren?

Dies Eintrag wurde inspiriert durch Alex Barrows Blog. Ernsthaft klettern ohne ernst zu sein. http://alexbarrowsclimbing.blogspot.ch/2015/04/the-new-most-pressing-questions-in.html Thumbs up mate. Ich erwarte eure Antworten bis zum nächsten Jurafest, sonst muss Magdala Martullo Blocher mit euch schimpfen. Dreamers….

 

Volume one

Die Damen Schaa&Ehrsam haben sich den kühlen Junimorgen unter die Nägel gerissen und kurzerhand den Eisbär am kalten Polar weggerockt! Frech und stark!! Währenddessen die Hausmänner Buschis durch Pärke schieben, Einkäufe tätigen, putzen, Wäsche waschen und Windeln wechseln. Als wir dann um 14Uhr in die brüllende Bruthitze eines 30 Grad plus Nachmittags entlassen werden, da beantworte ich die Frage nach meinem Kletterwunsch mürrisch und ohne zu wissen was ich meine: heute ist es zu heiß, ich will ein hohes Volumen klettern..
Der Gruß aus der Küche ist fruchtig: good old Twelfe, Zwölf und Bürgerwürger, außerdem passend abgestimmt auf das amuse bouche Zelot. Da kommt die fruchtig zarte Vorspeise Born to be wild gerade richtig und der Hauptgang aus Super Sonic und Süße Versuchung ist eine Sinfonie für den Magen. Natürlich darf die Käseplatte J’ irai craché nicht fehlen und die Praline ist das perfekt passende Dessert. Es wäre noch Licht gewesen für ein paar krachende Dessertschnäppse aber leider sind die Unterarme total verblasen. Es bleibt ein Appetit auf noch viel mehr Volumen. Da wartet noch viel Rohkost auf einfallsreiche Köche!

INRI

Schmerz, Tod und Wiedergeburt werden mit diesen tiefgründigen vier Lettern verbunden. So ähnlich geht es auch dem Aspiranten, der sich in die gleichnamige Linie verliebt hat. Glatt und scharf ist die Einstiegsplatte, umso größer dann der Kontrast der kräftigen Eröffnungszüge, die fadengerade und ohne jede Vorwarnung in eine bösartig kleingriffige Doppelschlüsselstelle führen. Der fiese Ausleitungs-Untergriff Zug führt zu einer eigentlichen Road to Glory: genussige Züge hoch über dem Kaltbrunnental und auf einmal ist der letzte Griff da. Oben das Erdreich und die Bäume unten das schattig kühle Tal mit seinem murmelnden Bach. Es ist schwierig geeignete Worte für meine Freude an der Begehung von INRI zu finden. Am ehesten allenfalls Psalm 103.22 der da heißet: geh aus mein Herz und suche Freud, in dieser schönen Sommerzeit.
Ein Insekt brummt sein zufriedenes Lied.
Wie heißt die schöne Nachbarin von INRI? Wer hat sie geklettert? Sie ist jetzt schön geputzt – weiss jemand mehr?

Das Juralisi

Sie wurden mit allen Saumade-Mächten ausgestattet aber sie wollten keine Geständnisse ablegen. Also muss ich wiedermal die Elizabeth Hawley des Juras spielen.

Jürg hat immer noch die Hosang und pfeilt diagnonal durch die Belleviewand. Ob er die neuerlichen Aufwertungstendenzen an der Falken gutheissen kann?

Klar im Lot geklettert sind Sir Ernest und Beni Schelker. Sobald an der Falken ein Technofestival stattfindet, kommt Marvin kommt vielleicht auch wiedereinmal.

Dem Jööni ist, nachdem ich die Route mit dem Arbeitstitel “Jasperpfeiler” am Rappen beging, das Jammern vergangen und er liess sich zu demselben hinreissen. Die Tour klettert sich exzeptionell und erreicht im Jura schon bald Platin-Status. Etwas ungünstig ist der Rastpunkt in der Mitte, welcher etwas sehr nahe liegt bei Sliding Stop.

Euer Lisi

 

 

Die Saumaden in Ceuse

Eine grössere Delegation Saumaden wurde auch diese Auffahrt Richtung Ceuse entsendet. Hier ein Abriss ihrer wichtigsten Aktionen:

  • Sir Ernest konnte den Geykbayirifluch überwinden und in allerletzter Minute noch   Makach Walou begehen.
  • Gyula “El Chileno” reichte,  gegen den Rest der Truppe, eine Klage ein wegen unterlassener Hilfeleistung.
  • Rebecca “Die Vollstreckerin” und Sandra flüchteten nach der Hinfahrt gleich ans andere Ende des Campings
  • Spamsam sorgte ganz charmant für ordentlich Ruhe auf dem Camping
  • Aeneas “El profitero” fand immer eine noch bessere Möglichkeit. Zugunsten aller natürlich
  • Planet Josias kreiste rastlos um das Zentralgestirn Ceuse
  • Baggerfahrer Julian planierte den Zustieg neu. Danke vielmals
  • Sherpa Michel trug für Aeneas sogar den Rucksack hoch

Schön wars.

Gast und Gimmel

Wegen einem etwas nervigen Mittelfinger habe ich mir dies Jahr vorgenommen den den Jura zu umzingeln und einfach mal alle anderen Gebiete der Schweiz zu erkunden.

Ein Highlight sind sicherlich die Gastlosen welche in fast jedem Grad eine absolute Traumtour zu bieten haben. Mic mac 7a+, Destroy man 7b+, Vapeur de Tacos 8a oder Le Paradoxe 8b gehören mitunter zu den besten Route die ich je klettern konnte.

Das Sahnehäubchen konnte ich dem Sommer aber heute mit dem Durchsteig von Hexenküche 8b+ aufsetzen. Zu Trainingszwecken musste dann noch der Surfer dran glauben. Ihr müsst aber nicht meinen ich würde euch jetzt nicht mehr mit meinem ewigen Gimmelmantra nerven! Jetzt gehts erst richtig los.

Ob es das erstmals richtig strukturierte Training war im B2, der häufige Felskontakt oder einfach die Sterne waren die den Erfolg brachten? Mike Shiva tendiert wohl zum letzteren.

Na ja das hat mit dem Jura eigentlich nicht zu tun aber es soll ja Leute geben die sogar das Yosemite zum Jura zählen.

Risiken & Nebenwirkungen

an alle BJerInnen

um jeglichen Gerüchten & Mutmassungen von vornherein Einhalt zu gebieten,  ein kurzes statement meinerseits.

Ja, es ist richtig: Am letzten Donnerstag Vormittag hat’s mich durch Verkettung unglücklicher Umstände beim Versuch einer Erstbegehung oberhalb des Pelzlis mittels eines Grounders zu Boden gehauen. Es handelte sich dabei um eine seilgesicherte Kletterei!

Ich scheine riesiges Glück im Unglück gehabt zu haben: obwohl 2 Lendenwirbel sehr stark und zwei weitere etwas weniger in Mitleidenschaft gezogen wurden, prognostizieren die Ärzte, bei weiterin so positivem Fortschritt der Genesung, mit Ausnahme einer leichten Bewegungseinschränkung, keine weiteren Konsequezen! Man bedenke andere mögliche Ausgänge von Wirbelsäulen- oder Kopfverletzungen…

Zu gegebener Zeit, wenn es meine Gesundheit wieder zulässt, werde ich mich ganz bestimmt mit der “Unfallanalyse” beschäftgen,  inklusive einem Abseilen über die Tour. Dannzumal wird es mir hoffentlich möglich sein, Lehren zu den “Risiken & Nebenwirkungen” zu veröffentlichen. Das wird wohl auch der Zeitpunkt sein, diesem Fall der auf dieser Seite allseits so geschätzten Satirik Ausdruck zu verleihen!

Bis dahin bitte ich euch, von unbedachten und mutmassenden Äusserungen jedwelcher Art gegenüber Drittpersonen abzusehen. Ich wäre froh zu wissen, dass die SUVA diese kleine Rechnung übernehmen würde…

Wünsche euch allen einen schönen Sommer, so es noch einen solchen geben sollte. climb every day, push hard but stay safe!

Severin

Verdrehschutz Marke Eigenbau

Es gibt viele Wege das Verdrehen des Karabiners der Exen zu vermeiden. Die meisten behelfen sich mit Tape oder käuflichen Gummis von Petzl. Die eingenähten Gummis von Black Diamond sind auch nicht gerade von langer Haltedauer. Nach einigem probieren habe ich eine Lösung gefunden die super funktioniert und auch noch unschlagbar billig ist.

Man benötigt nur einen kaputten Mountanbike- und einen Rennvelo-Schlauch den ihr von eurem Velomech sicher gratis bekommt.

Das Bild sollte euch helfen die Konstruktion zu verstehen…

 

 

Neu, der Original Adam Ondra Bausatz !

Wie wohl den meisten nicht entgangen ist besuchte der grosse AO den Red River Gorge um dort mal schnell alle Routen onsight zu klettern. Darunter waren ja doch auch ein paar schwere. Wie wollen die Gelegenheit nutzen um hier exklusiv das Adam Ondra Starter Kit zu verkaufen.

Das 6-teilige Set besteht aus:

– Einem 30 Sekunden Durchstiegsgebrüll

– Der AO Nasenbrille für den authentischen Look

– Einem gratis Go in Shogun (sollte ja reichen)

– Dem Wadenverkümmerungs Elixir für die Bergsteiger

– Zwei Jokerexen welche man nicht einhängen muss

– Einen Kommentar nach Wahl von Jens Larssen

Greift zu solange es noch hat liebe Saumaden!

IG Klettern Basler Jura – GV am 19.03.2012

Wieder einmal präsentiert die IG Klettern Basler Jura den neuesten Stand der Verhandlungen betreffend Felssperrungen mit den Naturschutzbehörden der Kantone BL und SO.

An dieser Veranstaltung Präsenz von Seiten der Kletterer zu zeigen wäre fair und für die IG um Patrik, die tolle Arbeit leistet, sicherlich auch motivierend.

Ich erinnere mich an lichte Reihen während der letzten GV’s. Das wirft ja schon kein gutes Licht auf uns… 🙁

Also kommt… 🙂